Herkunft und Haltung
Herkunft
Die Rasse stammt aus dem Nordwesten Schottlands und von den Hebriden, wo sie seit Jahrhunderten durch natürliche Selektion die ihr zugeschriebenen Eigenschaften entwickelt hat – das kleinwüchsige und relativ leichte Hochlandrind gilt als gutmütig, robust und langlebig, es eignet sich für die ganzjährige Freilandhaltung auch auf für schwere Rinder ungeeigneten Böden. Diese waren geprägt durch hohe Niederschläge und Stürme bei steinigen und wenig ergiebigen Weiden im Sommer und sehr lange, nasse und harte Winter ohne besondere Zufütterung und Stall.


Haltung
Schottische Hochlandrinder werden zumeist in der natürlichen Form der Rinderhaltung, der extensiven Mutterkuhhaltung gehalten. Dabei werden die Kälber von ihren Müttern bis zu 9 Monate gesäugt. Die Zuchtbullen können aufgrund ihrer ruhigen und umgänglichen Art ganzjährig im Herdenverband verbleiben. Bei entsprechender Haltung können sie bis ins hohe Alter leicht gehandhabt werden. Jungbullen werden meist auf gesonderten Flächen gehalten, um Rivalitäten zu verhindern. Die Tiere können das ganze Jahr über auf Ihren Flächen verbleiben. Ein Stall ist nicht notwendig, ein überdachter Futterstand für Raufutter und eine gesicherte Wasserversorgung sind jedoch wünschenswert. So können die Tiere bis zu 20 Jahre alt werden.
Extensive Weidehaltung
Das Highland Cattle ist ein sehr robustes, genügsames Rind mit hervorragender Eignung zur ganzjährigen Freilandhaltung auf extensiv genutzten Grünland- und Naturschutzflächen. In der extensiven Bewirtschaftung von Grünland und in Landschaftspflegeprogrammen sind daher gerade die rassetypischen Qualitäten Härte und Anspruchslosigkeit von besonderer ökologischer Bedeutung.
Die Haltung des Schottischen Hochlandrinds erfüllt nicht nur Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Das Schottische Hochlandrind ist eine der wenigen Rinderrassen, bei der die Produktion von der Geburt bis zur Schlachtung ausschließlich auf Extensivgrünland durchführbar ist.


Haltung
Im Gegensatz zur „intensiven“ Viehhaltung kommt es bei der sog. „extensiven“ Haltung der Highland Cattle nicht darauf an, dass die Tiere möglichst schnell Gewicht zulegen.
Im Gegenteil, Highland Cattle sollen sich im Freien viel bewegen und bekommen kein Kraftfutter zugefüttert. Sie ernähren sich ausschließlich von Gras und selbst produziertem Heu. Dies entspricht nicht nur ihrer Natur, sondern nur so kann sich der typisch feine Geschmack des Fleisches entwickeln. Aufgrund des natürlichen und langsamen Wachstums entwickelt sich ein Fleisch von erstklassiger Qualität und besonderem Aroma. Das magere Fleisch hat feine Fettäderchen, schmeckt aromatisch und leicht nussig.
